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Transkript

Herzlich willkommen bei Coconut-Talk, deinem Podcast über das Leben in Indonesien. Mein Name ist Gunda und gemeinsam werden wir die zahlreichen Inseln Indonesiens entdecken. Mari – los geht’s!

 

Hallo und herzlich willkommen bei Coconut-Talk, mit einem ganz neuen Format: das Dschungel-Tagebuch. Ich freue mich, dass du dabei bist.

Ja, warum Dschungel-Tagebuch? Da ich zukünftig direkt aus dem Dschungel von Morotai berichten werde. Aktuell bin ich da noch nicht, aber hoffentlich innerhalb von ein paar Wochen.

Ich dachte mir, ich werde zu Beginn erstmal ein bisschen was zu mir erzählen. Ich habe die letzten Monate hauptsächlich mit anderen Auswanderern in Indonesien gesprochen und dachte mir, jetzt wird’s Zeit, dass ich ein bisschen was zu mir erzähle und eventuell die nächsten Monate immer mal wieder was aufnehme.

Wer bin ich? Mein Name ist Gunda und ich bin seit bald 5 Jahren in Indonesien. Ich komme ursprünglich aus Nürnberg, also bin eine Fränkin – das hört man wahrscheinlich auch an meinem rollenden R.

Wo fange ich denn am besten an? Das Thema Auswandern war bei mir schon immer präsent. Ich wusste schon von klein auf, dass ich nicht in Deutschland alt werden möchte. Ich habe mir immer gedacht, am Strand, am Meer irgendwo zu leben, da, wo es warm ist – da möchte ich hin.

So kam es dann, dass ich ziemlich früh schon nach Thailand geflogen bin. Das war anfangs eine kleine Liebesgeschichte, die dann allerdings nicht mehr so lange gehalten hat, aber immerhin hat sie mich nach Thailand gebracht.

Dort war ich dann wie gefesselt, ich war fasziniert von dem leichten, einfachen Lebensstil der Südostasiaten – ich denke, das kann man auf die ganzen Länder dort in der Ecke übertragen. Dieser Kulturschock war für mich ein ganz positiver Kulturschock, diese Gelassenheit, diese Leichtigkeit, das Wetter natürlich, jeder war freundlich.

Wobei damals war beim ersten Urlaub eh alles schön und toll. Naja, ich war auf jeden Fall gefesselt und wusste, dass ich da wieder hin will.

Ich war dann jedes Jahr im Urlaub dort und habe mir gedacht, wie kann ich am schnellsten nach Thailand auswandern?

Ich habe mich dann für die Hotellerie entschieden – Hotellerie und Tourismus ist doch perfekt, wenn ich mal länger im Ausland leben möchte!

Im Jahr 2008 bin ich schließlich das erste Mal für länger nach Thailand gegangen und das war auch eigentlich das erste Mal, dass ich meine Zelte abgebrochen und gesagt habe: okay, ich bin raus aus Deutschland, ich suche mir was anderes.

Es war ganz lustig damals, weil ich zusammen mit einer sehr guten Freundin so ganz klischeehaft eine Beachbar geschmissen habe. Es war nicht unsere eigene Bar, sondern von einem Schweizer, den wir kannten. Er hatte ein Restaurant und wir sollten eine Strandbar aufmachen und so haben wir gesagt: Klar, das machen wir! Also das war so ganz, ganz typisch.

Wir haben das im Endeffekt so gegen Kost und Logis gemacht und haben ein bisschen Provision auf die verkauften Getränke gekriegt. Das war natürlich nichts Festes und nichts wirklich Dauerhaftes.

Aber das war die erste längere Erfahrung im Ausland und ich bin dann im Sommer immer wieder nach Deutschland gekommen und habe dort ziemlich schnell auf verschiedenen Festivals Fuß gefasst. Auf solchen Bierfesten kann man ja in meiner Branche recht schnell und gut viel Geld verdienen und ansparen. Im Winter war ich dann meistens wieder weg.

Irgendwann habe ich dann mit dem Tauchen angefangen, das war eigentlich mein großes Glück, denn das war etwas, wo ich wirklich eine Arbeit gehabt habe und viel länger irgendwo bleiben konnte. Schließlich bin ich dann auch irgendwann nicht mehr nach Deutschland zurückgekommen.

Ich habe dann erst als Divemaster gearbeitet und habe aber nach ein paar Monaten feststellen müssen, dass das mit dem Gehalt nicht ganz so reicht. Wobei ich dazu sagen muss, dass man als Tauchlehrer in Thailand jetzt in der Regel auch nicht so viel verdient.

Somit habe ich damals ziemlich schnell den Tauchlehrer gemacht und habe dann als Tauchlehrerin gearbeitet.

Irgendwann war mir Thailand dann zu bunt, da ich viele Ecken gesehen und an verschiedenen Orten gearbeitet hatte. Ich bin dann auf die Malediven gegangen – leider nicht sehr lang. Damals hat es nicht so ganz gepasst zu dem Zeitpunkt.

Und schließlich bin ich Umwege dann nach Indonesien gekommen.

Allerdings war das 2013. Damals hat sich auch nichts wirklich Langfristiges ergeben, da gab es auch noch ein paar private Gründe.

Und so bin ich erstmal wieder nach Deutschland gekommen. Ich habe mir dann überlegt, was ich mit meinem Leben überhaupt anfangen möchte. Möchte ich immer nur Tauchlehrer sein oder möchte ich vielleicht wieder in meinen alten Job zurück – was könnte ich machen?

Ich war so ein bisschen auf der Suche und es war noch nicht so ganz klar, was ich mir vorstellen konnte. Ich wusste, ich wollte immer irgendwo in einem asiatischen Land leben und vielleicht auch ein paar kleine Bungalows haben – also was ganz Kleines und Einfaches, was man zur Not auch alleine oder zu zweit oder zu dritt regeln kann.

Ich hatte nie irgendwie den Plan, irgend großes Business aufzumachen oder ein Resort zu bauen – das war mir alles immer zu viel, aber ich habe mir gedacht, irgend sowas Kleines, was man auch nebenher machen kann.

Es war aber noch nicht so ganz klar, wie ich das Ganze bewerkstelligen sollte. Im Endeffekt war ich dann erstmal in Deutschland für eine Weile und habe Tourismus studiert. Ich habe meinen Tourismusfachwirt gemacht und wieder ein bisschen gearbeitet. Ich wusste aber, ich muss auf jeden Fall wieder raus.

Und nachdem ich vorher schon mal in Raja Ampat gewesen bin – für alle, die es nicht kennen: Raja Ampat liegt in West Papua in Indonesien. Das ist die Westseite von der Insel Papua Neuguinea. Es ist eine kleine Inselgruppe, die für ihre Artenvielfalt – und zwar Unterwasser und Überwasser – bekannt ist. Sie ist vor allem bei Tauchern und bei Schnorchlern sehr beliebt.

Wobei ich auch sagen muss, dass wie gesagt auch über Wasser die Natur gigantisch ist, da gibt es unberührte Dschungelwelten, Urvölker in Papua, die Völker im Hochland usw.

Ich hatte 2013 schon mal einen Abstecher dorthin gemacht und mir war klar, ich möchte da länger hin. Es war vom Tauchen her so gigantisch, dass ich eine Weile dorthin wollte.

Mit etwas Glück habe ich dann auch einen Job bekommen, bei dem ich 2017 anfangen konnte – und zwar als Resort Managerin in einem Tauchresort in Raja Ampat. Das war natürlich perfekt.

So bin ich schließlich vor fünf Jahren nach Raja Ampat gekommen und habe mal wieder meine Zelte in Deutschland abgebrochen. Wobei ich dazu sagen muss, dass die eh nur vorübergehend waren, da ja klar war, dass ich wieder weg wollte.

Ich habe dann dort gearbeitet und aber nicht damit gerechnet, dass mir da jemand dazwischen kommt in meine Pläne. Ich muss sagen ich war eigentlich recht glücklich alleine. Ich war damals schon paar Jahre alleine und hatte mit der Liebe nichts mehr wirklich am Hut. Ich habe mich erstmal auf mein Leben konzentriert und war da auch sehr happy damit.

Aber wie es ja häufig so ganz unerwartet ist, kam dann ein junger Mann dazwischen, der auch auf dieser Insel gearbeitet hat. Und das ist mein jetziger Mann. Mein Mann ist ursprünglich aus Java, war aber zu der Zeit schon seit fast 20 Jahren in Raja Ampat beim Arbeiten.

Und er hat mich dann dort gesehen und wollte nicht locker lassen und so hat sich das eine zum anderen entwickelt. Ich bin da auch unglaublich dankbar dafür, weil obwohl man sich das anfangs vielleicht nicht vorstellen kann, aber im Endeffekt passt es dann doch wie die Faust aufs Auge. Also ich muss sagen, da hat sich auf jeden Fall was gefunden bei uns.

Wie ging es weiter? Unsere Beziehung war aus verschiedenen Gründen auf der Insel nicht so gern gesehen und so haben wir uns dann überlegt, was wir machen wollen. Was schwebt uns vor, wo können wir leben, was können wir machen und so weiter.

Uns war klar, wir wollen Land suchen, wir wollen ein Häuschen bauen. Es war auch immer klar, dass wir in Indonesien leben wollen – für mich sowieso, denn ich wusste, ich kann nicht mehr in Deutschland leben. Und für meinen Mann war eigentlich auch klar, dass Indonesien sein Land ist – er hatte nie vor, irgendwie auszuwandern.

Und dann haben wir geschaut, wo wir hin wollen. Raja Ampat und Papua ist ein bisschen schwieriger, wenn man sich Land kaufen will. Da wird noch viel über Gewohnheitsrecht organisiert. Meist sind das große Familien, die Land besitzen und da gibt es immer wieder Probleme, wenn jemand Land kauft. Manchmal ist unklar, wem es innerhalb der Familie wirklich gehört. Dann ist es auch recht teuer und von daher haben wir dann gesagt: nee, hier lieber nicht. Wir müssen irgendwo hin, wo das Ganze ein bisschen günstiger ist.

Ein Arbeitskollege von uns hat gesagt, wir sollen uns Morotai anschauen. Seine Familie lebt auf einer kleinen Insel direkt vor Morotai und er meinte, es gäbe da noch günstig Land und alles wäre ursprünglich.

Wir haben dann gesagt: Na ja, warum nicht – wir sind offen für alles! Und sind dann vor drei Jahren das erste Mal nach Morotai gekommen. Für alle, die es nicht wissen, Morotai ist die nördlichste Insel von den Nord-Molukken. Und die Nord-Molukken befinden sich logischerweise oberhalb von den Molukken. Es ist eine Inselgruppe eigentlich direkt neben Raja Ampat. Wir sind eigentlich nur ein Stückchen nach Westen gerückt.

Man hat erst Raja Ampat, dann Richtung Westen die Nord-Molukken und noch mal ein Stück nach Westen kommt dann Sulawesi.

Wir sind die Mitte, aber ganz weit im Norden. Wenn man noch weiter nach Norden geht, kommt eigentlich nicht mehr viel, da kommen nur noch die Philippinen.

Die Insel ist recht groß. Und noch sehr ruhig. Tourismus ist noch nicht so wirklich da, es gibt nur ein paar vereinzelte Resorts, aber das ist auch so das einzige auf der Insel.

Hier ist vieles noch sehr in indonesischer Hand, aber ich sage mal: das ist auch gut so. Es gibt jetzt hier keine großartigen Cafés oder Restaurants.

Und so haben wir ein paar Mal die Familie von diesem Freund besucht – da werde ich bestimmt auch noch mal ein bisschen mehr drüber berichten – denn mittlerweile ist das auch unsere Familie geworden.

2020 sind wir schließlich hierher gezogen. Wir hatten vor, Anfang 2020 herzuziehen, da kam aber der erste große Lockdown und wir saßen in Raja Ampat fest. Wobei das natürlich auch nicht so schlecht war, weil es einfach ein Paradies ist. Wir haben es dann erst im Oktober 2020 geschafft, überzusiedeln.

Und dann haben wir nach langem Suchen letztes Jahr endlich das richtige Stück Land für uns gefunden. Unser Land liegt ein Stück weit weg vom von einem Dorf. Für uns war klar, wir wollen ziemlich weit weg von dem ganzen Trubel sein und das haben wir auch geschafft.

Wir haben eigentlich ein kleines Stück Dschungel gekauft. Es befindet sich auf einem Berg und wir haben Meerblick mit fast 170 Grad. Das ist in Richtung Westen, also wir sehen Norden und dann geht’s fast bis zum Süden runter, also die ganze Westseite.

Ein Teil davon ist noch ganz ursprünglicher Dschungel und den möchten wir auch so lassen und die andere Hälfte – da haben wir jetzt schon angefangen – da möchten wir ein kleines – wobei es wird sogar größer als geplant – Häuschen für uns bauen und zwar in Richtung Selbstversorger Farm.

Wir möchten so viel wie möglich selbst anbauen, Obst und Gemüse – wir haben schon einige Obstbäume gepflanzt und möchten eigentlich soweit wie möglich autark leben.

Genau, das ist jetzt so die Kurzfassung von meinem Leben und warum ich hier bin und was ich hier mache. Also ja, was ich mache, ich plane im Moment ziemlich viel, nebenher schreibe ich regelmäßig Beiträge bei Indojunkie über alles Mögliche, was mit Indonesien zu tun hat.

Und seit letztem Jahr habe ich diese Podcast gestartet, weil ich mir dachte, es ist interessant, was andere Auswanderer berichten, vielleicht auch interessant für Leute, die mal länger in Indonesien leben möchten oder sogar den Plan haben, auszuwandern.

Und so habe ich gedacht, ich sammle ein paar Geschichten aus dem Inselreich.

Seit diesem Jahr möchte ich ein bisschen in frischen Wind mit rein bringen wage mich jetzt auch mal solo vors Mikrofon. Ich muss dazu sagen, dass das alles noch recht neu für mich ist. Ich bin auch normalerweise nicht so gern der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Der Podcast war so für mich das höchste der Gefühle, an das ich mich rantasten kann.

Mit meinem Dschungel-Tagebuch möchte ich einen kleinen Einblick in mein Leben geben. Ich habe viele tolle Formate geplant, zum einen werde ich ein bisschen was über die Region hier erzählen und zum anderen natürlich auch viel über unser Projekt, wie es vorangeht und auf welche Hindernisse wir dabei stoßen – also da hatten wir schon einige. Und auch viel in Richtung Nachhaltigkeit und wie man überhaupt diese Dinge umsetzen kann, wenn man irgendwo fernab von der Zivilisation lebt. Es wird spannend!

Ich würde mich freuen, wenn du auch immer wieder einschaltest. Ich werde auch schauen, dass ich das ein oder andere interessante Thema vertiefen, das für Auswanderer interessant sein könnte, denn wir haben natürlich schon einiges durchgemacht – was Visa betrifft, was irgendwie Heirat betrifft, was Landkauf betrifft usw. Da hat man natürlich nach einiger Zeit auch ein gewisses Grad an Erfahrung. Vielleicht werde ich da die ein oder anderen interessanten Geschichten teilen.

Das war jetzt eigentlich das Wichtigste von mir. Ich würde mich freuen, wenn du immer mal wieder rein hörst. Falls du es noch nicht getan hast, dann abonniere den Podcast auf jeden Fall. Einfach bei Spotify auf Folgen klicken, bei iTunes kannst du auch gerne eine Bewertung hinterlassen. Das muss auch nicht viel sein, einfach nur auf die 5-Sterne drücken – das würde mir schon weiterhelfen, denn dann erscheint der Podcast bisschen weiter oben in der Liste.

Und ansonsten gerne mit Freunden und Familie teilen, falls es jemanden interessiert – da würde ich mich sehr freuen. Falls du Feedback, Fragen oder Anregungen hast oder dich einfach bestimmte Themen interessieren, dann kannst du mir natürlich sehr gerne schreiben, und zwar unter hallo@coconut-talk.com und dann werde ich mich auf jeden Fall bei dir melden.

Das war jetzt die erste Folge, ein kleines Intro zu mir. Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal tschüss.

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Das war Coconut-Talk, dein Podcast über das Leben in Indonesien. Wenn dir diese Folge gefallen hat, klicke auf „folgen“ bei Spotify oder hinterlasse mir eine 5-Sterne-Bewertung bei iTunes. Danke schön! Bis zum nächsten Mal – sampai jumpa!

 

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